Myvendo 10 Jahre 2026

Von Peter van Gestel Mar 24, 2026

Die Messe in Odense, Myvendo, ist eine der sehr wenigen Messen in der Produktmedienbranche in Europa, die wächst, sowohl bei der Anzahl der Besucher als auch bei der Anzahl der Aussteller. Zumindest, wenn wir über eine Hauptmesse in einem Land sprechen. Es gibt sicherlich irgendwo eine lokale Messe in einem der größeren europäischen Länder, die ebenfalls positive Zahlen vorweisen kann.

Wenn man die Anzahl der Besucher von Myvendo dieses Jahr durch die Anzahl der Aussteller teilt, kommt man auf 12,5 Besucher pro Stand. Das ist eine sehr gute Zahl und gut vergleichbar mit der PSI. Normalerweise liegt das bei Messen in unserer Branche bei 7 bis 8 Besuchern pro Stand. Komplimente an die Organisatoren Lisbeth und Ole Larsen.

Als Besucher muss man gut einschätzen, wie viel Zeit man für seinen Messebesuch einplanen möchte. Man sagt 5 Minuten pro Stand, aber in der Praxis bleibt man nicht bei jedem Stand stehen. Bei den Ständen, bei denen man anhält, verbringt man schnell länger als 5 Minuten, oft das Doppelte oder sogar mehr. Ist es dann eine Messe mit 130 Ausstellern, muss man mindestens 10 Stunden einplanen, plus Zeit für Mittagessen, Kaffee, E-Mail-Check usw. Die Empfehlung ist deshalb: Nehmen Sie sich zwei Tage für eine Messe dieser Größenordnung Zeit.

Ich erinnere mich, dass Aussteller vor 10 bis 20 Jahren ihren Stand zuerst im Lager oder Büro aufbauten und diesen vollständig herrichteten, bevor alles für den Transport zur Messe verpackt wurde. Alles, um sicherzustellen, dass der Aufbau vor Ort reibungslos verläuft. Heutzutage sieht man viele Menschen, die ihren Stand auspacken und dann ratlos dastehen und überlegen, was alle Teile eigentlich sind und wo oder wie sie den Tisch, den sie mitgebracht haben, zusammenbauen müssen. Je besser man vorbereitet ist, desto besser verläuft das Messeabenteuer. An einer Messe teilzunehmen kostet Geld, daher ist es wichtig, so gut wie möglich vorbereitet zu sein, damit man in der richtigen Stimmung ist, wenn die Besucher kommen.

Während eines Gesprächs mit Ole Larsen bemerkte ich, dass der Veranstaltungsort keinen Platz mehr für eine Erweiterung bietet. Ole antwortete: „Wir werden nicht erweitern, bevor die Besucherzahl noch weiter gestiegen ist.“ Sehr klug gesagt, in einer Zeit, in der Messeveranstalter sich oft vor allem darauf konzentrieren, Standflächen zu verkaufen, und viel weniger Energie in die Besucher investieren.

Wenn die Besucherzahl pro Stand zu niedrig wird, kommen die Beschwerden oft schnell…

geschrieben von: Kjell Harbom