Alsico erreicht Durchbruch bei zirkulärer Sicherheitsarbeitskleidung mit reflektierenden Glasperlen

Von Sem van Lit Apr 1, 2026

Die Arbeitskleidungsfabrik Alsico hat einen technologischen Durchbruch angekündigt, der das Recycling von reflektierender Schutzkleidung einen Schritt näherbringt. In Zusammenarbeit mit dem Recycling-Technologiespezialisten Stuff4Life und dem Lieferanten von Kleidungskomponenten Coats ist es dem Unternehmen gelungen, retroreflektierende Glasperlen aus ausrangierten Kleidungsstücken mit hoher Sichtbarkeit zurückzugewinnen und wiederzuverwenden.Durchbruch im Recycling reflektierender BänderDie Entwicklung ist bemerkenswert, da reflektierende Streifen bisher eines der größten Hindernisse beim Recycling von Schutzkleidung darstellten. Aufgrund der stark verklebten Verbundstruktur dieser Materialien landeten Kleidungsstücke mit reflektierenden Bändern häufig in der Verbrennung.

Das geschützte Verfahren, mit dem Stuff4Life Polyester abbaut, das technisch von der Teesside University kontrolliert wurde, ermöglicht es, die Glasperlen während der Verarbeitung zu trennen und zu erhalten. Laboranalysen zeigen laut den beteiligten Parteien, dass die zurückgewonnenen Perlen intakt, kugelförmig und optisch wirksam bleiben. Dabei behalten sie bis zu 80 Prozent ihrer Reflexionsfähigkeit im Vergleich zu neuem Material.Effiziente Rückgewinnung von MaterialienMit dieser Methode können bis zu 100 Prozent der Glasperlen durch Filtration aufgefangen werden. Darüber hinaus können mehr als 75 Prozent des Gesamtgewichts des reflektierenden Streifenmaterials zurückgewonnen werden, sofern die Streifen auf einem PET-Trägermaterial hergestellt wurden.

Laut Alsico nehmen diese Ergebnisse ein wichtiges technisches Hindernis für die zirkuläre Verarbeitung von Schutzkleidung weg. Die Erkenntnisse bieten Perspektiven für zukünftige reflektierende Streifen, die vollständig aus recycelten Glasperlen bestehen, ohne dass dies auf Kosten der Sicherheit oder der Einhaltung der Vorschriften gehen muss.

Gründer von Stuff4Life: “Wir haben uns entschieden, uns auf Arbeitskleidung und reflektierende persönliche Schutzausrüstung zu konzentrieren, aufgrund unseres Hintergrunds im Abfall-, Rohstoff-, Mineralien- und Bausektor.

“Es ist unglaublich schwierig, Kleidungsstücke aus Polyesterverbundstoffen zu recyceln, die für eine lange Lebensdauer hergestellt wurden – viel schwieriger als billige, einfache Fast Fashion.”Bewährte Leistung für zirkuläre ArbeitskleidungLeistungstests von Coats zeigen, dass die zurückgewonnenen Perlen die Kriterien für die Wiederverwendung in neuen reflektierenden Bändern und Materialien erfüllen. Damit erhält der technologische Durchbruch nicht nur einen experimentellen, sondern auch einen praktischen Wert für zukünftige Anwendungen in der Schutzarbeitskleidung.

Die Entwicklung entspricht der langfristigen Vision von Alsico für zirkuläres Design, Materialrückgewinnung und Wiederverwendung, unter anderem über die Recyclinginitiative arx. Gleichzeitig beabsichtigt das Unternehmen, geschlossene Kreislauflösungen für komplexe Arbeitskleidung zu entwickeln und so die Verbrennung gebrauchter Kleidung zu reduzieren.

Laut Alsico stellte das Recycling reflektierender Bänder lange Zeit eine der größten Herausforderungen innerhalb der Schutzarbeitskleidung dar. Kleidungsstücke mit diesen Materialien waren bisher in vielen Fällen für die Verbrennung vorgesehen. Die jüngsten Ergebnisse zeigen laut dem Unternehmen, dass ein Closed-Loop-Prozess technisch machbar ist und die Branche näher an zirkuläre Schutzarbeitskleidung heranführt.

Damit geht es nicht nur um einen technischen Durchbruch, sondern auch um den Aufbau einer größeren Infrastruktur für zirkuläre Arbeitskleidung. Durch Investitionen in Rückgewinnungslösungen und klare Standards für Recyclingfähigkeit, recyceltes Material und geschlossene Kreislaufprozesse möchte Alsico zu einem Modell beitragen, das langfristig auch in größerem Umfang anwendbar wird.Schritt Richtung ZirkularitätMit diesem Durchbruch zeigt Alsico, dass zirkuläre Arbeitskleidung nicht nur ein Konzept auf dem Papier ist, sondern technisch immer konkreter und besser umsetzbar wird. Wo reflektierende Schutzkleidung bisher oft schwierig oder sogar unmöglich zu recyceln war aufgrund der komplexen Materialzusammensetzung, entsteht nun erstmals ein klareres technisches Perspektiv für die Wiederverwendung im Recyclingprozess.

Das ist relevant, da die Nachfrage nach nachhaltigeren Lösungen im Markt für Arbeitskleidung schon länger steigt. Hersteller, Lieferanten und Endnutzer suchen zunehmend nach Wegen, Produkte nicht nur länger zu nutzen, sondern auch nach Ablauf der Lebensdauer verantwortungsvoll wieder in die Wertschöpfungskette einzubringen. Gerade bei Schutzkleidung mit hohen Sichtbarkeitsnormen erwies sich das in der Praxis als kompliziert, da die reflektierenden Teile oft Recyclingprozesse behinderten.

Die neue Methode bietet eine mögliche Lösung dafür. Da die Glasperlen aus reflektierenden Streifen erhalten bleiben und wiederverwendet werden können, rückt zirkuläres Design für diese Art von Kleidung näher. Dabei geht es nicht nur um Materialrückgewinnung, sondern auch um die Frage, wie Arbeitskleidung künftig intelligenter gestaltet werden kann mit Wiederverwendung, Recyclingfähigkeit und Ressourcenschonung als Grundprinzip.

Für die Branche kann das langfristig große Bedeutung haben. Wenn solche Techniken weiter verbessert werden, entsteht Raum, Schutzkleidung anders zu entwickeln, zu produzieren und zu verarbeiten. Das kann Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette haben, von Herstellern und Zulieferern bis hin zu Wäschereien, Sammelstellen und Distributoren. Der Durchbruch von Alsico ist damit nicht nur eine technische Geschichte, sondern auch ein Signal, dass Zirkularität in der Arbeitskleidung zunehmend von Ziel zu Anwendbarkeit wechselt.
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