Blåkläder will bis 2026 98 Prozent interne Produktion erreichen

Von Sem van Lit Apr 20, 2026

Blåkläder macht einen weiteren Schritt zur Erweiterung der eigenen Produktionskapazitäten. Das Unternehmen erwartet, dass im Jahr 2026 etwa 98 Prozent aller Kleidung in eigenen Fabriken hergestellt werden. Die Erweiterung wird unter anderem durch eine neue Fabrik in Gava ermöglicht, die 2025 in Betrieb genommen wurde.

Mit dieser Fabrik kann Blåkläder nun auch gestrickte Produkte wie T-Shirts, Poloshirts und Thermokleidung selbst herstellen. Nur Accessoires, darunter Handschuhe, Mützen, Knieschützer und Gürtel, stammen weiterhin von externen Lieferanten.

Laut dem Unternehmen bietet die interne Produktion mehr Möglichkeiten, Prozesse zu kontrollieren und Einfluss auf Arbeitsbedingungen und Umweltperformance zu nehmen. CEO Anders Carlsson erklärt, dass dies zu einer besseren Kontrolle der gesamten Produktionskette beiträgt.

Die Fabrik in Bangladesch bietet bei voller Kapazität etwa 2.400 Menschen Arbeit. Damit steigt die Gesamtzahl der Mitarbeiter von Blåkläder und der Schwesterfirma Guston in Süd- und Südostasien auf rund 8.000. Das Unternehmen gibt an, dass die Mitarbeitenden Zugang zu Gesundheitsversorgung und Unterstützung durch interne Einrichtungen haben.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit wurden Maßnahmen ergriffen. So erzeugen Solarpanels voraussichtlich 40 bis 50 Prozent des Energiebedarfs der Fabrik. Zudem wurde der Standort mit nachhaltigen Materialien gebaut und in der Nähe von Zulieferern angesiedelt, um Transportwege zu reduzieren. Die Fabrik verfügt über Zertifizierungen wie LEED Platinum, OEKO-TEX® STeP und SA8000.

Blåkläder verfügt darüber hinaus bereits über sieben Fabriken in Sri Lanka und Myanmar, von denen mehrere hohen Nachhaltigkeitsstandards entsprechen. Laut Unternehmen führen Maßnahmen wie Solarenergie und Klimatisierungstechniken zu niedrigeren Emissionen an den leistungsstärksten Produktionsstandorten.