EAC macht den nächsten Schritt: Vom Zusammenarbeiten zum gemeinsamen Tun

Von Sem van Lit • Sep 29, 2026

Die European Associations Cooperation (EAC) will die Zusammenarbeit zwischen den europäischen Branchenverbänden der Werbeartikelwirtschaft konkreter gestalten. Nach dem Aufbau des Netzwerks und der Organisationsstrukturen rücken nun der aktive Wissensaustausch, gemeinsame Projekte und sichtbare Ergebnisse in den Mittelpunkt.

Bei der Mitgliederversammlung im Juni 2026 in La Hulpe wurde der Vorstand von drei auf fünf Mitglieder erweitert. Zudem wurden die Zuständigkeiten der Arbeitsgruppen klarer verteilt. Am 2. September erörterte der Vorstand auf den Supplierdays in Houten, wie sich die Vorhaben umsetzen lassen.

„Die richtigen Menschen an einen Tisch zu bringen, ist wichtig, aber erst der Anfang. Wir haben ein starkes Netzwerk in ganz Europa aufgebaut. Jetzt müssen wir es nutzen“, sagt EAC-Präsident Steven Baumgaertner.

Die Niederlande übernehmen die Federführung im Bildungsbereich und leiten gemeinsam mit Belgien die Arbeitsgruppe für Bildung und Nachwuchs. Das Vereinigte Königreich, Deutschland und Belgien kümmern sich um steuerliche und rechtliche Fragen sowie die politische Interessenvertretung. Spanien leitet die Arbeitsgruppe für Print und Digitalisierung, Polen die für Marketing und Kommunikation. Darüber hinaus ist das Vereinigte Königreich für Nachhaltigkeit und internationale Beziehungen zuständig, Belgien für das Geschäftsstellenmanagement.

Diese Aufgabenverteilung bedeutet nicht, dass die Länder unabhängig voneinander arbeiten. Vielmehr bringen die federführenden Länder Fachleute und Know-how aus verschiedenen europäischen Märkten zusammen. So müssen die Branchenverbände dieselben Fragestellungen nicht jeweils allein bearbeiten. Regulierung, Compliance und der digitale Produktpass wurden dabei als strategische Prioritäten für die zweite Jahreshälfte 2026 benannt.

„Wenn wir sagen, dass wir die europäische Stimme unserer Branche sind, müssen wir diese Stimme auch hörbar machen“, so Baumgaertner.

Die nationalen Verbände bleiben für ihre jeweiligen Märkte und Mitglieder verantwortlich. Die EAC verknüpft ihr Wissen und ihre Netzwerke und will dort, wo es sinnvoll ist, gemeinsame europäische Positionen entwickeln. Über die Websites, Newsletter und Veranstaltungen der Mitgliedsverbände soll diese Zusammenarbeit auch innerhalb der Branche sichtbarer werden.

Die Zeit bis zur PSI 2027 gilt als erste Bewährungsprobe für die neue Arbeitsweise. Bis dahin sollen die Arbeitsgruppen ihre Prioritäten, ersten Erkenntnisse und konkreten nächsten Schritte vorstellen können. Nicht alle Herausforderungen müssen zu diesem Zeitpunkt bereits gelöst sein. Es muss jedoch ein nachvollziehbarer Fortschritt erkennbar sein: Was ist seit dem Treffen in Houten geschehen, was haben die Verbände voneinander gelernt und welche Maßnahmen folgen daraus?