Im April wurde im Auftrag von PromZ Vak erneut die jährliche Zwischenerhebung vom Marktforschungsinstitut One Question durchgeführt. Diese Erhebung, die traditionell nach Ablauf des ersten Quartals stattfindet, gibt ein klares Bild der endgültigen Umsatzentwicklungen im vorangegangenen Jahr. Zudem werden wichtige Trends und aktuelle Entwicklungen in der Branche der Werbeartikel beleuchtet. An der Untersuchung nahmen sowohl niederländische als auch belgische Händler sowie eine Auswahl niederländischer Lieferanten teil.

Die endgültigen Zahlen für 2024 fallen für niederländische Händler und Lieferanten günstiger aus als zuvor prognostiziert. Ende 2024, während der Händlerbefragung, erwarteten die Händler ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 2,6 %. Im April 2025 zeigt sich, dass dieses Wachstum letztlich 3,6 % beträgt. Die Gewinnentwicklung bleibt hingegen etwas zurück, mit einem Anstieg von weniger als einem Prozent. Bei den niederländischen Lieferanten sehen wir ein anderes Bild: Ihr Umsatz wuchs 2024 um 6,3 %, was tatsächlich unter ihren früheren Prognosen lag. Die Gewinnentwicklung bei dieser Gruppe war im Vergleich zu 2023 sogar negativ. Auffällig ist, dass sowohl innerhalb der Gruppe der niederländischen Händler als auch der Lieferanten die größeren Unternehmen deutlich besser abschnitten als die kleineren Akteure. Für belgische Händler war 2024 stabil: der Umsatz blieb durchschnittlich auf dem Niveau von 2023, aber der Gewinn stieg um 3 %.
Erstes Quartal 2025: Licht und Schatten
Betrachtet man das erste Quartal 2025, so sehen wir, dass niederländische Händler im Durchschnitt fast 5 % mehr Umsatz erzielt haben als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Diesen Anstieg verdanken sie vor allem gezielten Investitionen in Neukundengeschäft und der Einführung neuer Produktlinien. Diese Investitionen scheinen Früchte zu tragen. Das Bild bei belgischen Händlern und niederländischen Lieferanten ist jedoch weniger positiv: Sie verzeichnen im Vergleich zum ersten Quartal 2024 sogar einen Umsatzrückgang. Auch hier fällt auf, dass besonders kleinere Unternehmen Schwierigkeiten haben. Die genannten Ursachen liegen vor allem in den Unsicherheiten auf dem Weltmarkt und geopolitischen Spannungen, wie einem drohenden Handelskrieg, die Kunden vorsichtiger mit ihren Ausgaben werden lassen. Vorschau 2025: leichtes Wachstum mit Unsicherheiten Für das Gesamtjahr 2025 erwarten niederländische Händler und Lieferanten ein leichtes Wachstum. Händler sind mit einem erwarteten Umsatzwachstum von fast 4 % optimistischer als Lieferanten. Belgische Händler hingegen prognostizieren in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von über 3 %. Die Befragten nennen diverse Strategien, um ihren Umsatz dennoch zu steigern: Investitionen in Kundenbeziehungen, sowohl bestehende als auch neue, Sortimentserweiterung, Verbesserung des Serviceniveaus, intensivere Nutzung sozialer Medien und eine proaktivere Kundenansprache. Insolvenzen: Sorgen um die Kleinen Es wurde ebenfalls nach Erwartungen bezüglich Insolvenzen innerhalb der Branche gefragt. Diese Frage ist durch einige jüngste Insolvenzen von Händlern und Lieferanten motiviert. Mehr als die Hälfte der niederländischen Händler erwartet, dass die Zahl der Insolvenzen in naher Zukunft steigen wird (siehe Diagramm 1). Bei belgischen Händlern liegt dieser Prozentsatz bei einem Drittel. Die Hauptursachen? Zunehmende Unsicherheiten auf der Weltbühne, sinkende Margen und steigende Kosten. Dadurch wird es für viele Unternehmen schwieriger, profitabel zu bleiben. Besonders kleinere Unternehmen scheinen es schwer zu haben, auch aufgrund der wachsenden Dominanz größerer Marktakteure.





