Die zweite Ausgabe von ILS war mindestens genauso gut wie die vorherige. ILS-26 fand in Brüssel im ehemaligen europäischen Büro von IBM statt: ein perfekter Ort für solche Veranstaltungen, mit einem echten Auditorium und allen Einrichtungen in Bezug auf Ton, Licht, AV und so weiter.
Die diesjährige Ausgabe brachte nicht weniger als 75 Führungskräfte der Werbeindustrie zusammen. Ich persönlich finde, es hätten mehr sein sollen. Einige Länder waren nur begrenzt vertreten, darunter Schweden. Schweden wurde durch die PMA-Projektleiterin Maria Olsson und das PMS-Vorstandsmitglied Cecilia Delham vertreten. Ich selbst hatte Markus Breidis von Parnass mitgebracht, also waren vier Teilnehmer aus Schweden etwas mager. Hoffen wir, dass PMA die Veranstaltung nächstes Jahr besser bewirbt.
Bei einer Konferenz mit einem so umfangreichen Programm variiert natürlich die Qualität der Vorträge, obwohl alle gut waren. Es kommt vor allem auf das eigene Interesse an, was man davon hält. Der erste Redner war ein Mann aus England, der zu Fuß zum Südpol und zurück gegangen war. Ben, wie er hieß, war ein fantastischer Redner und hielt eine großartige motivierende Rede.
Schafft alle Branchenverbände in Europa ab
Und gründet einen gemeinsamen Branchenverband für ganz Europa, ähnlich wie den PPAI in den Vereinigten Staaten.
Gründet einen Verband mit je einem Vertreter pro Mitgliedstaat und ihr bekommt eine Organisation von etwa zwanzig Personen. Welche Kraft das geben würde. Heute hören wir uns Studien aus Frankreich, Deutschland, England, den Niederlanden usw. an, die eigentlich alle dasselbe zeigen, mit kleinen Unterschieden. Geldverschwendung.
Ich habe diesen Vorschlag während der Versammlung vorgebracht und er wurde vom Auditorium mit Applaus aufgenommen, außer von denen, die für einen nationalen Verband arbeiten. Sie haben vielleicht Angst um ihren Arbeitsplatz. So eine Organisation würde aber ohne lokale Vertretung sowieso nicht funktionieren, also ist diese Angst unbegründet.
Zwei Männer von Prominate hielten eine ausgezeichnete Präsentation über unser Medium. Sie waren relativ neu in ihren Positionen bei Prominate und kamen aus der Agenturwelt. Sie gaben zu, dass sie nur wenig Wissen über unser Medium hatten, obwohl sie bereits 15 bis 20 Jahre in der Werbebranche tätig waren. Das ist ein Phänomen, das wir nur zu gut kennen. Sie haben viele Ideen, wie wir unser Medium stärker positionieren können.
Ein Satz, den ich von diesem ILS mitnehme, stammt von Vicki Ostrom vom Copenhagen Institute for our Future:
Wir ertrinken in Informationen, aber verhungern an Mangel an Wissen.
So wahr, so wahr.
Verpassen Sie nicht ILS-27. Informationen darüber, wo und wann die Veranstaltung stattfindet, folgen im Herbst.
