PPAI in den Vereinigten Staaten fragte 100 Lieferanten und 100 Wiederverkäufer, ob sie KI nutzen oder erwägen, KI in ihrem Unternehmen einzusetzen.
Die Antwort war überraschend: 92 % der Lieferanten gaben an, KI bereits in ihrem Unternehmen zu verwenden. Bei den Wiederverkäufern waren es 87 %. Das ist deutlich mehr, als die Forscher erwartet hatten.
Lieferanten nutzen KI vor allem für Marketing, Kundenservice und im Verkaufsprozess. Wiederverkäufer geben an, dass sie KI insbesondere für Marketing einsetzen, vor allem für Texte, aber auch im Verkaufsprozess und beim Kundenservice.
Werbeunternehmen investieren in KI, um administrative Prozesse zu optimieren, menschliche Fehler zu reduzieren und mehr Zeit für Kunden freizusetzen. Persönlicher Kontakt mit Kunden bleibt jedoch entscheidend für das Geschäft in dieser Branche. Die Herausforderung liegt vor allem darin, das richtige Wissen und die richtigen Fähigkeiten zu finden. Diese sind oft nicht innerhalb der eigenen Organisation vorhanden. Unternehmen, die diese Expertise gefunden haben, geben an, dass ihre Organisation effizienter geworden ist und dass bestimmte Aufgaben inzwischen an KI delegiert werden können.
Die benötigte Expertise ist am einfachsten in Gemeinden oder Regionen mit einer Universität oder Fachhochschule zu finden. Wenige Unternehmen benötigen Vollzeit-KI-Expertise, aber Studenten von Universitäten und Fachhochschulen sind oft bereit, Teilzeit zu arbeiten.
Ein Problem, das von den Befragten genannt wird, ist der Mangel an Tools und Programmen, die speziell an die Werbebranche angepasst sind. Hier besteht also eine Chance für Programmierer, Anwendungen zu entwickeln, die besser auf die Bedürfnisse der Branche abgestimmt sind.
Die Hälfte der Lieferanten gibt an, Probleme bei der Integration von KI in bestehende Systeme zu haben. Darüber hinaus nennen 31 % Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, 22 % Widerstand unter den Mitarbeitern und 19 % die hohen Kosten der KI-Technologie als Hindernisse für eine weitere KI-Einführung.
Auch Distributoren erleben Herausforderungen. Sie nennen vor allem Probleme mit der Systemintegration (35 %), Widerstand unter dem Personal (27 %) und Datenschutzbedenken (27 %).
Reaktionen der Befragten
„Wir glauben, dass KI die Art und Weise, wie alles funktioniert, verändern wird, auch in unserer Branche“, sagt Raul Rodriguez, Geschäftsführer bei Merch. „Aber es müssen mehr KI-Tools entwickelt werden, die speziell für die Branche konzipiert sind, einfach zu bedienen sind und wenig Schulung erfordern. Ein Tool, das diese Kriterien erfüllt, wird für eine breite Akzeptanz von KI sorgen.“
„Da die Betriebskosten weiter steigen und Personal immer schwieriger und teurer zu finden ist, werden KI-Lösungen immer wichtiger“, sagt Matt Wagner.
„Unsere Kunden leben bereits in der KI-Welt“, sagt Wiederverkäuferin Johanna Gottlieb.
Quelle: PPAI / Kjell Harbom
