Koziol feiert in diesem Jahr sein 99-jähriges Bestehen. Das Familienunternehmen aus Erbach im Odenwald ist seit 1927 aktiv und hat sich in diesen fast hundert Jahren zu einer international bekannten Designmarke entwickelt. Gerade durch die Kombination von Handwerkskunst mit Innovation und einer klaren eigenen Linie gelingt es dem Unternehmen auch heute, in einem sich wandelnden Markt relevant zu bleiben.
Produktion in Deutschland
Einer der wichtigsten Grundsätze von Koziol ist die Entscheidung, vollständig in Deutschland zu produzieren. Das Familienunternehmen produziert inzwischen bereits in der dritten Generation ausschließlich im eigenen Land. Damit behält es die Kontrolle über Qualität, Wissen und Produktionsprozesse. Made in Germany ist für Koziol daher kein bloßes Label, sondern eine bewusste Arbeitsweise mit Augenmerk auf eine ehrliche, transparente und ressourcenschonende Produktion.
Koziol-Produkte sind mittlerweile in unterschiedlichen Teilen der Welt zu finden, vom Karibischen Meer und Kap Verde bis Ghana und Madagaskar. Damit zeigt das Unternehmen, dass lokale Produktion und internationaler Absatz gut zusammenpassen.
Vier Märkte
Koziol ist in vier Marktsegmenten tätig. Mit Superglas richtet sich das Unternehmen an die Luxus-Gastronomie und Hotellerie, MOVE! an Catering und Takeaway mit wiederverwendbarem Geschirr, Incentives an den Werbeartikelhandel und Collection an den Einzelhandel sowie direkt an Verbraucher. Besonders Superglas gilt als ein wichtiges Wachstumssegment. Deshalb investierte Koziol in eine neue Produktionslinie, die zu weiterem Wachstum und konstanter Qualität beitragen soll.
Nachhaltigkeit als fester Wert
Nachhaltigkeit gehört seit Jahren zu den Kernwerten von Koziol und spielt auch heute eine zentrale Rolle in der Unternehmensstrategie. Das Unternehmen investiert in moderne Maschinen und Produktionstechniken, die effizienter mit Rohstoffen und Energie umgehen. Auch ein Teil des Strombedarfs wird durch die eigene Solaranlage gedeckt.
Darüber hinaus betrachtet Koziol den Materialeinsatz kritisch. So verwendet das Unternehmen Materialien auf Basis von recycelten pflanzlichen Ölen. Auch wird die Superglas-Kollektion bald auf Tritan Renew umgestellt, ein recyceltes Material, das laut Koziol einen wichtigen Schritt in Richtung einer Kreislaufwirtschaft darstellt.
Nachhaltigkeit zeigt sich für Koziol nicht nur in Produktion und Materialauswahl, sondern auch in der Lebensdauer der Produkte. Viele Designs bleiben jahrelang Teil der Kollektion und einige Klassiker werden bereits seit mehr als 25 Jahren verkauft.
Stephan Koziol nennt Nachhaltigkeit auch in Zukunft einen wichtigen Wettbewerbsvorteil: „Mit unserem Portfolio sind wir unübertroffen auf dem Markt. Wir helfen unseren Kunden, nachhaltiger zu arbeiten, und stehen für einzigartige, ausgezeichnete Produkte, einen verantwortungsvollen Umgang mit Rohstoffen und eine umweltfreundliche Produktion. Glück ist Nachhaltigkeit!“
Internationale Designmarke
Die Geschichte von Koziol beginnt am 27. November 1927, als der 19-jährige Bernhard Koziol sein Unternehmen als Elfenbeinschnitzer anmeldet. Und richtet er sich in seinem Schlafzimmer seinen ersten Arbeitsplatz ein. Was mit Schmuck aus Elfenbein, Perlmutt und Bernstein beginnt, wächst rasch zu einem größeren Unternehmen. Anfang der 30er Jahre macht Koziol den Schritt zur Produktion von Schmuck aus thermoplastischen Kunststoffen.
Später tritt Stephan Koziol, der jüngste Sohn des Gründers, 1979 in das Unternehmen ein. Unter seiner Leitung entwickelt die Marke eine erkennbare und zeitgemäße Designsprache, die weltweit beliebt ist und regelmäßig Preise gewinnt.
Auf dem Weg zum 100-jährigen Jubiläum
Mit Daniel Koziol arbeitet inzwischen die dritte Generation seit über zehn Jahren an der Weiterentwicklung der Marke mit. Damit wird die Tradition des Familienunternehmens fortgeführt, aber mit frischen Ideen und einem klaren Blick in die Zukunft.
Das 99-jährige Bestehen ist damit nicht nur ein Moment zum Zurückblicken, sondern auch ein Ausblick. Koziol unterstreicht damit, dass Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit auch in Richtung des 100-jährigen Jubiläums gemeinsam die Basis für die Zukunft bilden.
